Allgemein

Die Dominikanische Republik (spanisch República Dominicana) ist ein auf der Insel Hispaniola der Großen Antillen zwischen dem Atlantik und der Karibik gelegener Inselstaat. Er umfasst den Osten und die Mitte der Insel, das westliche Drittel gehört zum Staat Haiti.

Die Staatsangehörigen heißen auf Deutsch Dominikaner.[5] Die Dominikanische Republik ist nicht zu verwechseln mit der Insel Dominica, die zu den Kleinen Antillen gehört und deren Staatsangehörige Dominicaner heißen.

Der Name des Staates leitet sich von der Hauptstadt Santo Domingo ab, die wiederum nach dem Gründer des Dominikanerordens, dem heiligen Dominikus (lateinisch Dominicus; bürgerlicher Name: Domingo de Guzmán Garcés; * um 1170 in Caleruega bei Burgos, Altkastilien; † 6. August 1221 in Bologna, Italien) benannt ist.

Das Blau steht für die Freiheit, das Rot für das im Freiheitskampf vergossene Blut und das weiße Kreuz für den Glauben des Volkes.

Im Zentrum auf der Fläche des weißen Kreuzes befindet sich das Wappen der Dominikanischen Republik.

Die Grösste Städten sind :
Santo Domingo (Hauptstadt) 2.374.370 Südküste 
Santiago de los Caballeros 507.418 im Landesinneren, Norden
La Vega 394.205 im Landesinneren
Puerto Plata 321.597 Nordküste
San Pedro de Macorís 290.458 Südküste
Higüey 251.243 im Landesinneren, Osten
La Romana 245.433 Südküste
San Cristóbal 232.769 Agglomeration von Santo Domingo
San Francisco de Macorís 188.118 im Landesinneren, Nordosten
Los Alcarizos 166.930 Agglomeration von Santo Domingo

Amtssprache: Spanisch  |  Hauptstadt: Santo Domingo
Regierungssystem: Präsidentielle Demokratie  |  Staatsform: Republik
Fläche: 48.730 km²  |  Einwohnerzahl: 10.767.000 (Stand 2017)
Währung: Dominikanische Peso
Unabhängigkeit: 27. Februar 1844 (von Haiti)
Nationalfeiertag: 27. Februar und 16. August
Nationalhymne: Quisqueyanos valientes   (youtube.com)

Die Dominikanische Republik ist ein Teilland der Insel Hispaniola, wo das Land im Osten aber auch in der Mitte und Haiti im Osten sogleich wie im Norden liegt. Deren Gemeinsame Grenze streckt sich über ganze 388 Kilometer. Geologisch liegt die Insel Hispaniola über der Grenze zwischen Karibischer und Nordamerikanischer Platte. Die Insel Hispaniola ist weitgehend gebirgig. Relativ flach sind nur der Osten der Insel und ein breites Längstal im Norden Hispaniolas. Dominikanische Landesnachbarn sind unter anderem die Turks und Caicosinseln, die Dominikanische Republik, Jamaika, Kuba und die Bahamas.

31,5 % der Staatsfläche gehört zu verschiedenen Naturschutzgebieten. Die CO2-Emissionen des Landes liegen bei jährlich etwa 20,3 Mio. Tonnen. Der Süßwasserverbrauch teilt sich wie folgt auf: Landwirtschaft 89 %, Haushalte 10 %, Industrie 1 %

An der Nordküste herrscht tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit vor; auch im Winter sinken die Temperaturen nie unter etwa 16 °C. Die Lufttemperatur liegt dort durchschnittlich bei 28 °C. Die Wassertemperaturen im Norden (Atlantik) bei 24 bis 29 °C und im Süden (Karibik) bei 26 bis 31 °C.

Im Süden ist es trockener. Viele Regionen im Südwesten liegen im Regenschatten der Cordillera Central. Die Temperaturen an der Küste sind dort mit denen im Norden vergleichbar, aber im Norden ist es im Winter etwas kühler.

In den Bergen ist es kühler. In der Cordillera Central sind im Winter auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt möglich, z.B. in der 1.200 Meter über Meer gelegenen Stadt Constanza.

Die Dominikanische Republik liegt im Wirkungsbereich tropischer Wirbelstürme (Hurrikans).

Die Landessprache ist Spanisch. In der Dominikanischen Republik leben viele Menschen haitianischer Abstammung, die haitianisches Kreolisch und teilweise auch Französisch sprechen. Im Nordosten des Landes lebt in der Stadt Samaná eine englischsprachige Minderheit von etwa 8.000 Menschen. Es handelt sich hierbei um Nachfahren ehemaliger Sklaven der USA, die sich 1824 hier niederließen. Im Süden (San Pedro de Macorís) gibt es ebenfalls eine englischsprachige Minderheit.

Von dem in Spanien gesprochenen Spanisch weicht die Sprache in der Dominikanischen Republik vielfach ab und hat einige Ausdrücke und Redewendungen aus dem Spanischen der Kolonialzeit beibehalten. Andererseits ist die Sprache stark durchmischt mit anglo-amerikanischen Ausdrücken.

Der Katholizismus ist in der Dominikanischen Republik nach einem Konkordat mit dem Vatikan Staatsreligion, auch wenn Religionsfreiheit besteht. So gehörten noch Ende der 1980er Jahre über 80 % der Bewohner der Römisch-katholischen Kirche an, die in diesem Land in zwei Erzdiözesen, mit neun Sufragandiözesen mit 250 Gemeinden gegliedert ist. Von den über 500 katholischen Geistlichen im Land gehörten ca. 70 % unterschiedlichen Orden an.[9] Das deutsche Auswärtige Amt gibt in seinen Veröffentlichungen Anteile von etwa 75 % Katholiken, 4 % Protestanten, 1,5 % Adventisten, 2 % sonstigen christlichen Kirchen (wie z. B. Zeugen Jehovas mit etwa 38.000 aktiven Mitgliedern oder die Neuapostolische Kirche mit rund 5.000 Mitgliedern)[10] und 16 % ohne Religionszugehörigkeit an.[11] Zahlreiche deklarierte "Katholiken" üben allerdings eine Art von Katholizismus aus, der von afrikanischen Elementen durchzogen ist (Synkretismus). Besagte Praktiken werden unter dem Begriff brujería - "Hexerei" - oder neuerdings auch las 21 Divisiones subsumiert. Sie werden häufig verdeckt ausgeübt und finden wenig offizielle Beachtung. Im Rahmen medialer Berichterstattung werden kreolische Glaubenspraktiken entweder als "rückständig" oder als Folklore dargestellt, so als würde es sich dabei um bereits aus der Alltagswelt verschwundene, antiquierte Vorstellungen handeln. Ihre strukturelle Nähe zum haitianischen Vodou liefert immer wieder Anlass zu Anfeindungen, denn das Verhältnis zwischen der Dominikanischen Republik und der ökonomisch schwächeren Nachbarrepublik gestaltet sich seit jeher höchst problematisch. Insbesondere ablehnend eingestellt sind Angehörige der privilegierteren Schichten, die sich auf kultureller, religiöser und ideologischer Ebene an Europa und den USA orientieren. Sogar unter den Praktizierenden selbst kommt es manchmal zu Glaubenskonflikten und man konvertiert unter großem Missionsdruck zu einer Pfingstkirche.

Die Dominikanische Republik ist weitgehend gebirgig. Relativ flach sind nur der Osten der Insel und ein breites Längstal im Norden. Die vier großen Gebirge des Landes sind:

  • Cordillera Central im Zentrum der Insel mit den fünf höchsten Gipfeln der Karibik:
    • dem Pico Duarte (3098 m),
    • der Loma La Pelona (3097 m),
    • der Loma Rucilla (3039 m),
    • der Loma de la Viuda (2802 m) und
    • dem Yaque (2760 m).
  • Cordillera Septentrional im Norden der Insel, höchste Erhebung 1249 m (zwischen Puerto Plata und Santiago)
  • Cordillera Oriental und Costera del Caribe im Osten, höchste Erhebung 815 m (nördlich von Higüey)
  • Sierra de Baoruco im Südwesten der Insel, höchste Erhebungen 2368 m (direkt an der Grenze zu Haiti) und 2085 m (westlich von Barahona)

Die Bevölkerung stammt im Wesentlichen von frühen europäischen Einwanderern überwiegend spanischer Herkunft und von afrikanischen Sklaven ab. Die Nachkommen der Sklaven stellen einen kleineren Anteil der Bevölkerung als in Haiti dar. Im Jahre 1790 waren von 125.000 Einwohnern 15.000 Sklaven, es gab aber viele Freigelassene. DNS-Analysen ergaben, dass 15 % der Bevölkerung europäischer oder asiatischer Abstammung sind, 15 % von den Taíno abstammen, und 70 % afrikanische Gene haben.[7]

  • Bevölkerungsminderheiten:
    • Offiziell leben rund eine halbe Million Menschen haitianischer Herkunft in der Dominikanischen Republik, dazu illegal etwa eine weitere halbe Million Haitianer.
    • In Sosúa ließen sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs rund 600 deutsche Juden nieder.
    • In den Bergen der Cordillera Central bei Constanza sowie in der Umgebung des Lago Enriquillo gibt es japanische Kolonien (zu erkennen besonders in den (identischen) Ortsnamen "Colonia Japonesa"), ebenso nahe der haitianischen Grenze im Norden des Landes unweit Dajabón ("Colonia de los Japoneses"), ferner gibt es in der Dominikanischen Republik einige ungarischstämmige Menschen.
    • Besonders Städte und Orte in der Nähe touristischer Gegenden (z. B. Puerto Plata, Sosúa, Cabarete, Río San Juan, Samaná und Las Terrenas) haben bis zu ca. 20 % Bewohner mit Herkunft aus den USA, Kanada und Europa, teilweise auch Exilkubaner, Chilenen und weitere Nationalitäten.
  • Städtische Bevölkerung: 67 %
  • Bevölkerungswachstum: 1,33 %
  • Fruchtbarkeitsrate: 2,3 Geburten pro Frau

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Santo Domingo

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